Christoph Schreiber präsentiert in seiner vierten Ausstellung in der Galerie Bob Gysin digital collageartige Fotografien in der Manier klassischer Stillleben. Vanitas-Bilder aus dem 17. Jahrhundert mahnen mit symbolisch aufgeladenen Gegenständen der Vergänglichkeit des Lebens. Schreibers Stillleben evozieren kaum den moralisierenden Ton der niederländischen Tradition. Sie erinnern vielmehr an die Sonetten Shakespeares. Die Werke sind von starken Emotionen durchströmt und eröffnen Traumlandschaften wie beispielsweise im Bild “Trugschluss”: Ein abgehackter Fischkopf, sorgfältig auf einer Silberplatte arrangiert, wird zur Libellenfalle. Mit Humor untersucht Schreiber die grundsätzliche Tragödie des Lebens.
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1 / 16 - Trugschluss - 2009, Lambdaprint auf Aludibond, gerahmt, 71 x 66 cm