Humor und eine ausgesprochene Affinität zum Widersinnigen durchdringen das vielseitige Werk von Niklaus Rüegg. In seinen Gemälden verarbeitet Rüegg Bilder aus den Massenmedien und stellt deren vorgegebene Sinngebung in Frage, indem er ihre verkehrte, umgekehrte Bedeutung freilegt. Meist steht das 'Verkehrte' in einer überraschenden Relation zum 'Üblichen', 'Normalen'. So auch in seinen neuesten Tafeln, in denen er die Ästhetik von Comics Schritt für Schritt dekonstruiert und dabei den Handlungsablauf der zugrunde liegenden Geschichte in 'Spuk' aufgehen lässt. Rüegg setzt sich seit Jahren mit Comics auseinander, die in der Pop Art einen zentralen Stellenwert einnehmen. In seiner dritten Ausstellung in der Galerie Bob Gysin vollzieht der Künstler eine systematische „Entleerung“ seiner Vorlagen und präsentiert eine Apotheose des Klischees.
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